||| Programm und Lageplan Kollaterale
Kollaterale 2.0 – Zentrale
Galerie die FORUM, Stadtplatz 8 (Eingang Traungasse)
Mo–Fr 16.00–19.00 Uhr | Sa 10.00–14.00 Uhr
Karin Hannak „Covered Earth“ | Capillografie, Fotografie, Installation, Aktion, Konzeptkunst
Zufallsimpressionen, die wiedergeben, wie sehr sich unser Plasikverbrauch auf die Erde auswirkt. Neben diesen Fotografien gibt ein Video einen Einblick in das umfangreiche Werk der Künstlerin. Ihre zu aktuellen Themen in diversesten Techniken und Materialien (ausgehend vom Menschenhaar bis hin zum Plasikmüll) gestalteten Arbeiten sind geprägt von der Sorge um die Menschheit und die Zukunft unserer Welt.
Antonia Riederer „Sightlines“
Übergänge zwischen Figuration und Abstraktion sind fließend. Klare Farbsetzungen, expressive Gesten und eine atmosphärisch dichte Bildwelt prägen das Dargestellte. Die künstlerische Auseinandersetzung zielt auf die Verdichtung von Wahrnehmung in eine autonome Bildsprache von poetischer und emotionaler Präsenz. *1971, lebt und arbeitet im Bereich Malerei/Grafik in Prambachkirchen.
Anwesend am: Mi. 9. Eröffnung / Fr. 11. / Fr. 18. / Sa. 26. Sept.
Andrea Trawöger „Annäherungen“ | Fotografie
Ihre fotografische Arbeit bewegt sich zwischen Selbstbefragung und Beobachtung. In reduzierten Schwarzweißbildern untersucht sie Blick, Präsenz und die Frage, wie wir uns selbst und anderen begegnen. Die Fotografien bleiben bewusst offen und laden dazu ein, eigene Bedeutungen zu entwickeln. *1981, lebt und arbeitet in Linz und Wien.
Anwesend am: Sa. 12. / Mi. 16. / Di. 22. / Sa. 24. Sept.
Hildtraud Wohltan | Radierung
In ihrem Werk sind Mikro- und Makrokosmos zentrale Themen. Diesen nähert sie sich künstlerisch in verschiedenen Techniken: Radierung, Lithografie, Aquarell, Ölmalerei, Holz-und Linolschnitt sowie Siebdruck. Lebt und arbeitet in Wels.
Kollaterale 2.0 – Filiale
Stadtplatz 35
Mo–Fr 15.00–19.00 Uhr | Sa 10.00–14.00 Uhr
Danijela Bagaric „Fläche und Faltung“
Sie versteht Kunst als einen Prozess der Verdichtung und Selbstreflexion. Ihre Arbeiten entstehen aus einem konzentrierten Umgang mit Farbe, Material, Linie, Licht und innerer Wahrnehmung. An der Schnittstelle von Malerei, Zeichnung und Objekt untersucht sie, wie sich innere Bilder, Erinnerungen und Zustände in sichtbare Formen übersetzen lassen. *1976, lebt und arbeitet in Wels
Anwesend am: Fr. 11.9. / Sa. 12.9. / Mo. 14.9.
Renate Billensteiner „Innergarten“
„Meine Arbeiten erforschen die Dualität von Sichtbarem und Verborgenem. Durch die Verschränkung von Strukturen verschwimmen Grenzen zwischen Flächen, Formen und Objekten und eröffnen neue Wahrnehmungsräume.“ Konzeptionelle Arbeiten im Bereich Fotografie, Ausstellungen in In- und Ausland, *1960 in Wien, lebt und arbeitet in Linz/OÖ
Anwesend am: Mi. 9.9. / Do. 17.9. / Sa. 26.9.
Gerhard Brandl „Co_“ | Arbeiten aus zweiter Hand
Die Bezeichnung der Bilder mit Co_ bedeutet Co-Autor. Es sind Bilder aus zweiter Hand, davon einige historische Porträts, doch vorwiegend Landschaften aus dem 19. Jahrhundert. In Form von Stichen, Radierungen, Zeichnungen und Malereien, die auf unterschiedlichste Art und Weise weiterbearbeitet werden. Die Landschaften oder Porträts erfahren eine Akzentuierung, Erweiterung, Dramatisierung oder Banalisierung. Es ist eine Weiterführung in eine neue zeitnahe Sicht, beider Themen. *1958 in Linz, lebt und arbeitet in Linz/OÖ
Anwesend am: Mi. 9.9. / Do. 17.9. / Do. 22.9. / Sa. 26.9.
GVDB (Gerhard Bruckmüller) „Serialität und Systematisierung“
„Serialität und Systematisierung sind der Schlüssel zu den opaken, schwarz glänzenden Oberflächen, mit denen uns GVDB konfrontiert. Es handelt sich um Malerei, die ihren historischen Ballast abwirft, um sich neu zu erfinden. Die affektiven Werte der Farbe, die spontane Gestik des Pinselstrichs, die spannungsvolle Komposition der Bildfläche weichen einem System, das dem Pathos des Individuums einen streng limitierten Platz zuweist.“ Barbara Reisinger
Anwesend am: Mo. 21.9. / Fr. 25.9. 15–18 Uhr / Sa. 26.9.
Evelyn Kreinecker | Malerei und Zeichnung
Ihre Bilderserien zeigen Wahrnehmungen, eine „Untersuchung der Wirklichkeit“. Ausgehend von Beobachtungen und Betrachtungen wird eine Form der künstlerischen Wahrheit sichtbar. Als freischaffende Künstlerin ist sie mit zahlreichen Ausstellungen und Filmscreenings in den Bereichen Malerei, Zeichnung und Animation international vertreten. *1971, lebt und arbeitet in Prambachkirchen
Anwesend am: Sa. 12.9. / Mo. 14.9. / Mi. 16.9.
Markus Lehner | Malerei
„Ich habe nicht viel für die Realität übrig, mein künstlerisches Interesse besteht vielmehr in der Beziehung bzw. Spannung zwischen Realität und gemalter Illusion. Meine Bilder entstammen der Filmwelt. Ich enthebe sie ihrer Handlung und ihrem Kontext, wähle Ausschnitte und interpretiere sie neu. Ohne Handlung lässt sich ein Vorher oder Nachher nur erahnen. Anders als im Film wird Spannung erzeugt, aber nicht aufgelöst. Ich strebe im Wesentlichen danach, dass sich die Motive nicht auf die Wirklichkeit beziehen, sondern auf die Malerei selbst. Es geht hier nicht darum, das Foto ‚abzumalen‘, sondern es als Ausgangspunkt zu verwenden.“ *1970 in Grieskirchen, Autodidakt, seit 1988 intensive Beschäftigung mit Ölmalerei. Lebt in Wallern, Atelier Linke Brückenstraße 52, Linz
Anwesend am: Di. 15.9. 17–19 Uhr / Sa. 19.9. / Di. 22.9. 17–19 Uhr
Barbara Lindmayr „Verbindungen“
Barbara Lindmayr arbeitet mit geflochtenen Bändern, die in Malerei und Druckgrafik komplexe visuelle Geflechte erzeugen. In der Installation aus Gemüsenetzen setzt sich dieses Prinzip räumlich fort: Überlagerte Maschen verwandeln den Ausstellungsraum in ein begehbares Geflecht. Je nach Position und Bewegung verändert sich dabei die Wahrnehmung von Transparenz, Verdichtung, Ordnung und Durchlässigkeit. *1984, lebt und arbeitet in Ottensheim
Anwesend am: Do. 10.9. / Fr. 11.9. / Fr. 18.9. / Fr. 25.9.
Wolfgang M. Reiter „in Zeiten wie diesen“
„Meine Schreibarbeit ist ein auf das Wesentliche-Unwesentliche hin orientierter ritualisierter Transkriptionsprozess, ein linear sich fortschreibender, zeichensetzender Akt des Erinnerns, der von Wiederholung, Variation, Rhythmus und Dynamik bestimmt ist, gleichzeitig all das von Menschen Festgeschriebene reflektiert. Gezeigt werden Beispiele aus verschiedenen Werkgruppen.“
Anwesend am: Mi. 9.9. / Di. 15.9. / Mi. 23.9. / Sa. 26.9. 12–14 Uhr
Marie Ruprecht „UNVERÄNDERLICHE ORDNUNG“ | Malerei
In ihrer künstlerischen Praxis erforscht Marie Ruprecht das radikale Potenzial des Innehaltens. In einer von Beschleunigung und ständiger Aktivität geprägten Gegenwart untersucht sie in einer interdisziplinären Herangehensweise, die Malerei, Skulptur, Zeichnung und Fotografie umfasst, kontemplative Gegenpositionen. Die Umsetzung ist minimalistisch und reduziert, getragen von einer sensiblen Verbindung aus Materialauswahl und gestalterischer Intervention. *1975 in Oberösterreich, lebt und arbeitet in Aschach/Donau. Studium Experimentelle
Visuelle Gestaltung, Kunst-U Linz, Diplom 2001,
Anwesend am: Do. 10.9. / Do. 24.9. / Sa. 26.9.
Birgit Schweiger | Malerei, Zeichnung, installative Arbeiten
Das Spiel mit spontaner Linienführung öffnet einen Raum voller Möglichkeiten. Jede Linie wird weitergeführt und verdichtet den Arbeitsprozess. Das Zeichnen ist intuitiv und von persönlichen Wahrnehmungen geprägt. Korrekturen sind nicht möglich. *1970 in Ried i. I., lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Linz.
Anwesend am: Sa. 12.9. / Mo. 14.9. / Mi. 16.9.
Bibiana Weber „Von jetzt ab privat“ | Collagen und Assemblagen
Alte Zeitschriften und Materialien werden ihres Umfelds enthoben und neu arrangiert. Daraus entwickeln sich Homestorys und Geschichten mit universaler Bedeutung. *1967, lebt und arbeitet in Pichl/Wels und Linz.
Anwesend am: Do. 10.9. / Fr. 11.9 / Fr. 18.9. / Do. 24.9. immer 17–19 Uhr / Sa. 19.9. 10–12 Uhr
Xian Zheng „Land Z – Land A“
„Angetrieben von einer geheimnisvollen Kraft begab sich ein Trupp Pilger aus dem alten Land Z im fernen Osten auf eine Reise in das weit entfernte, sagenumwobene Land A. Ihr Pfad führte sie üblicherweise an drei Orte: NEIW, GRUBZLAS und TTATSLLAH. Doch verborgen an dieser Route liegt ein noch viel mysteriöserer Flecken Erde – SLEW. Wer ganz genau hinschaut, erblickt dort Mauern, die aus Pflanzen gewachsen sind, Türme aus purem Licht und ein Weihnachtsfest, das mitten im Sommer kopfsteht… Ihr Leut’ aus dem fernen Osten, lasst euch diesen Ort bloß nicht entgehen!“ lebt und arbeitet in Linz
Anwesend am: Mi. 16.9. / Mo. 21.9.
Kollaterale 2.0 – Außenstellen
Stadtplatz 39 – Freiung 3
Do | Fr | Sa 16.00–20.00 Uhr
Johannes Angerbauer Goldhoff I „JAG&friends = Kollateralschaden“ „Raum und Kunst sind gleichwertig“.
Eine Rauminstallation mit den sieben Künstler:innen der HIPP HALLE Gmunden Rauminstallation NATUR KUNST PROZESSE. Der Leerstand wird zur Kunst erhöht. Die Hommage an den Raum reflektiert u.a. auf eine Fettecke… *1958 in Steyr
Martin-Luther-Platz
Wolfgang Bretter „Maikäfig“
Eine Skulptur mit dem Umriss eines Autos in Form eines Käfigs. Aus dem Projekt „Autos sind Maikäfer“. Diese Reihe bezieht sich auf ein Auto namens Maikäfer, das ein Vorbild des Volkswagens war. Autos spielen heute, gesellschaftlich und ökonomisch, eine unglaublich wichtige Rolle. Der Maikäfig stellt diese Rollen in Frage. *1973, Grieskirchen
Pollheimer Park
Reinhard Jordan „Nest“ | Installation
Eine Anzahl unterschiedlicher Flechtkörbe verbindet sich zu einem Gebilde zwischen Artefakt, organischem Wachstum und tierischer Konstruktion. Herkunft und Zweck sind offen. Jordan interpretiert Gegenstände des Alltags neu und bringt sie in unerwartete Zusammenhänge. Solcher Art eröffnen sich oft poetische oder humorvolle (Um-)Deutungen. *1966, lebt und arbeitet in Lambach und Weißkirchen/Traun
Aigner & Aigner Interiors GmbH, Stadtplatz 46
Mo–Fr 9.00–12.00 Uhr und 13.00–18.00 Uhr
Eckart Alfred Sonnleitner „Byōbu“ | Paravents, Bilder im Raum und Raum in Bildern
„Raumteiler, die zwischen prakscher Anwendung und Ästhetik angesiedelt sind, blicken auf eine lange Tradition zurück. Meine künstlerische Praxis umfasst fotografische und malerische Techniken auf mit Wachs getränkten Papieren, die je nach Lichteinfall variierende Bildeindrücke erzeugen. Die Werke fokussieren sich auf den Themenkomplex Kopf/Gesicht im Kontrast zu Ornament und Natur sowie auf frühe Landschaftsdarstellungen. *1963, lebt und arbeitet in Linz,
Anwesend am: Mi. 10.9. / Do. 16.9. von 16–18 Uhr
Litfaßsäule am Kaiser-Josef-Platz und Moden Neugebauer, Pfarrgasse 24
Adriana Torres Topaga „Wahre Ware?“ | Plakate und Video
verwandelt Werbeflächen in Orte der Reflexion. Adriana Torres Topaga zeigt auf Screens und Litfaßsäulen in Wels Arbeiten aus ihrem Projekt CACHARREO: Fotos und Videos von „cacharros“ – Gegenstände, mit denen wir leben, aber die wir nicht gebrauchen. In der Ästhetik von Werbekampagnen hinterfragt die Arbeit die Beziehung zwischen Konsum, Besitz und Ressourcenverbrauch. Vor dem Hintergrund, dass die österreichische Bevölkerung fast viermal so viele Ressourcen benötigt, wie die Erde regenerieren kann, lädt „Wahre Ware?“ dazu ein, über die Auswirkungen unserer Konsumpraktiken auf die Umwelt sowie über individuelle und kollektive Verantwortung nachzudenken. *1969, lebt und arbeitet in Linz
Welser Innenstadt
Anja Westerfrölke & Azam Shadpour „L2“ | Infoscreens und mobile Plakatständer
Alle sind sich einig, dass die Menschen in Wels früher oder später dieselbe Sprache sprechen sollen, um sich zu verstehen. Wiederholungen helfen beim Sprachenlernen, da sich Sätze und Wörter in einem fortlaufenden Kreislauf abwechseln und gegenseitig ersetzen.
Anja Westerfrölke *1955 in Linz, sie hat mit Text und Textilien in ihren Installationen ein Verständnis von Kunst als Kommunikation und Kooperation entwickelt.
Azam Shadpour *1983 in Teheran, sie erforscht eine Stadt durch Fotografie, Klang und Video
aus der Perspektive einer Flâneuse.
Anwesend am: Mi. 9.9. / Sa. 12.9. / Do. 17.9. / Sa. 19.9. / Sa. 26.9. / 14–15 Uhr in der Galerie DIE FORUM zum Erfahrungsaustausch über Sprache(n).